Bin Jahrgang 1939 und seit 12 Jahren Rentner.

Bereits zwei Jahre vor meinem Renteneintritt kannte ich das Datum auf den Tag genau. So konnte Vieles gründlich vorab geklärt werden, insbesondere wie meine Frau und ich uns an die neue Lage anpassen wollten.
Muß hinzufügen, daß wir seit über 47 Jahren verheiratet sind, drei erwachsene Söhne haben, die ebenfalls verheiratet sind, z.Zt. in der Summe auch seit 47 Jahren. Außerdem haben wir sieben Enkelkinder.
Eine unerwartete Schwierigkeit trat in den ersten Monaten auf: Meine Frau war es gewohnt, daß ich im Schnitt 60 bis 70 Stunden pro Woche außer Haus gearbeitet hatte. Nun war ihre “ Freiheit“ beschnitten, ich war nun Zeuge von all dem was sich in einem Haushalt abspielt.
An den Hausarbeiten hatte ich mich nie beteiligt: Nun übernahm ich das ein- und ausräumen der Küche sowie den Hauptteil des Einkaufs.
Den Zusammenhalt innerhalb der Großfamilie von 15 Personen organisieren wir mit Begeisterung gemeinsam.  Obgleich die Entfernung zwischen den Familien groß ist, nutzen wir “ runde Geburstage“ und andere Familienfeste (z.B. Kommunion, Konfirmation), um öfter zusammenzukommen.
1 x im Jahr gemeinsamer „Großfamilienurlaub“
Einmal im Jahr organisieren wir einen „Familienurlaub“, da sind wir für eine Woche unter einem Dach zusammen.So gelingt es uns, daß die Familie zusammenhält. Die drei Söhne, die drei Schwiegertöchter und die sieben Enkelkinder betrachten sich nicht nur als enge Verwandte sondern auch als gute Freunde.
Eine Enkelin erzählte uns wie zufällig: „Meine Cousine ist nicht nur meine Cousine, sondern auch meine beste Freundin.“
Der Freundeskreis im Alter
Unsere Freunde sind uns sehr wichtig. Die Organisation der regelmäßig stattfindenden  Treffen übernimmt meine Frau.
Es ist so wichtig sich mit Personen austauschen zu können, die ein ähnliches Leben wie wir führen. Und gemeinsame Interessen für all das was wir (hoffentlich) noch vor uns haben.
Die Freundeskreise, es sind zwei, haben wir seit über 40 Jahren und sind sehr froh darüber. Man kann sich mit großer Offenheit vertrauensvoll austauschen.
In der Freizeit unternehmen wir gemeinsame Reisen, Besichtigungen und Wanderungen. Und gerne stärken wir uns gemeinsam im Restaurant, das muß übrigens nicht unbedingt teuer sein.
Die tägliche Gymnastik
Zu unserem Gesundheitsprogramm gehört die tägliche Gymnastik zu Hause und der tägliche Aufenthalt an der frischen Luft. Kleine Erledigungen machen wir gerne zu Fuß. Im Sommer gehen wir auch gerne Schwimmen.
Hobbys finden
Außerdem pflegen wir beide unsere Hobbys. Gemeinsam fotografieren wir viel. Meine Frau bearbeitet das Material am Computer mit Bildbearbeitungssoftware (ja, das und viel mehr kann man auch im Alter lernen). Wir lassen regelmäßig physische Fotoalben erstellen und verschenken diese an die Familienmitglieder und Freunde. Im Onlinezeitalter wird das sehr geschätzt.
Ich sammle auch seit Jahrzehnten begeistert Münzen. Momentan habe ich viel Freude an den 2 Euro Sondermünzen die Jahr fuer Jahr von den EU Ländern geprägt werden.
Außerdem schreibe ich eine Familiengeschichte. Ich rate jedem Rentner, das auch zu versuchen. Bei uns ist nur ein Rückblick bis ins 19. Jahrhundert möglich. Die Kriege und die dadurch verstreute Familie machen es schwer, Informationen von der Zeit vor dem 1. Weltkrieg zusammenzutragen.
Mit allen diesen Komponenten und einer von Hause aus gegebenen positiven Einstellung zum Leben bin ich sehr glücklich. Ich versuche jeden Tag zu genießen. Das schönste ist stets die Vorfreude auf das nächste Familientreffen. Aus diesem Grund planen wir lange im Voraus.
Bis zum naechsten Beitrag,
Jürgen Fuchs
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