Andreas Safft Marathon

Andreas Safft beim Marathon Zieleinlauf

Im nachfolgenden Interview erfahren wir von Herrn Andreas Safft, Jahrgang 1964, Sportredakteur in Lüneburg sowie Betreiber des Laufblogs nichtnocheinlaufblog , wie man innerhalb kurzer Zeit zum erfolgreichen Marathonläufer und Blogger wird.

 

 

Fitnessblog 24: Hallo Andreas, können Sie sich kurz vorstellen ?

A. Safft: Andreas Safft, Baujahr 1964, Sportredakteur in Lüneburg – und willens, auch einmal das auszuprobieren, worüber ich sonst nur schreibe. Eigentlich viel zu groß und schwer für lange Läufe, aber Sprintdistanzen liegen mir erst recht nicht.

Fitnessblog 24: Wie entdeckten Sie Ihre Begeisterung fürs Laufen ?

A. Safft: 2006 benötigte ich eine Ersatzdroge fürs Nikotin und ein Mittel, schnell und effektiv ein paar Kilos loszuwerden, kaufte spontan ein paar Laufschuhe – und blieb trotz einer höllischen ersten Laufrunde (fünf Kilometer, acht Unterbrechungen) dabei.

Fitnessblog 24: Welche Distanz/ Strecke laufen Sie am liebsten ?

A. Safft: Marathon, auch wenn es regelmäßig auf den letzten drei bis zwanzig Kilometern eine Hassliebe wird. Einen laufe ich pro Jahr, immer in einem anderen Ort.

Fitnessblog 24: Wie oft sollte man laufen gehen ?

A. Safft: Zwei- bis dreimal pro Woche zu Beginn, bei wachsenden Ambitionen (z.B. Marathon) viermal. Und Ausgleichssport nicht vergessen!

Fitnessblog 24: Wie unterscheidet sich das Lauftraining im Sommer/ Winter ?

A. Safft: Der November ist grundsätzlich mein Regenerationsmonat mit reduzierten Umfängen und langsamem Tempo. Ab Dezember steht die Grundlagenausdauer für die nächste Saison im Fokus, also viele lange Läufe. Ab Januar greift in der Regel schon ein Trainingsplan für den Frühjahrshöhepunkt. Wenn hoher Schnee oder strenger Frost überhaupt kein Training draußen zulassen, sind Alternativsportarten wie Schwimmen oder Spinning besonders empfehlenswert.

Fitnessblog 24: Wie kleidet man sich  im Winter richtig ?

A. Safft: Es gilt eigentlich zu jeder Jahreszeit: Wenn man vor dem Laufen ein bisschen friert, dann ist es richtig. Ich empfehle Zwiebellook, also lieber je nach Wind und Temperatur zwei, drei oder vier leichtere Lagen als allzu dicke Kleidung. Funktionsunterwäsche ist sehr empfehlenswert, da diese sich im Gegensatz zu Baumwolle nicht mit Schweiß vollsaugt. Eine Mütze, die auch die Ohren bedeckt, ist bei Minusgraden fast schon Pflicht, Handschuhe brauchen manche bei plus 10 Grad, andere erst bei minus 10 Grad. Wenn man in der Dämmerung oder im Dunkeln läuft, sind zudem Stirnlampe und/oder Leuchtweste bzw. leuchtende Laufkleidung angesagt.

Fitnessblog 24: Welche technische Ausrüstung empfehlen Sie ?

A. Safft: Anfangs eine Pulsuhr, um ein Gefühl für die richtige Belastung zu bekommen. Alles andere ist zumindest für mich unnötiger Luxus. Wer aber unbedingt eine GPS-Uhr braucht, um sich zu motivieren – bitte schön…

Fitnessblog 24: Welche typischen Fehler machen Laufanfänger ?

A. Safft: Sie wollen zu schnell zu viel, überfordern sich, laufen in der Regel eher ein zu hohes als zu niedriges Tempo. Oder sie laufen immer wieder im gleichen Trott. Der Trainingseffekt tritt erst dann richtig ein, wenn man z.B. kurze, schnelle Läufe oder Steigerungen mit langen,
langsamen kombiniert. Aber mit erst sieben Jahren Lauferfahrung verhalte ich mich oft genug auch noch wie ein Anfänger, zum Beispiel, wenn ich diverse Rennen mal wieder viel schneller angegangen bin als geplant.

Fitnessblog 24: Welcher Volkslauf gefällt Ihnen am besten ?

A. Safft: Grundsätzlich hat jeder Volkslauf seinen eigenen Charme. Landschaftlich richtig schön mit ein bisschen See, Heide, Wald und Hünengrab ist in unserer Region vor allem der Wintervolkslauf des MTV Amelinghausen.

Fitnessblog 24: Welche Ziele haben Sie ?

A. Safft: Ein paar Jahre lang möchte ich in Würde altern und meine Leistungen von 10 km bis zum Marathon mindestens halten. Ansonsten will ich irgendwann auch mal einen Bergmarathon oder Ultralauf bewältigen, ohne im Ziel als erstes nach dem Sanitäter brüllen zu müssen.

Fitnessblog 24: Wie kam die Idee zu Ihrem Blog http://nichtnocheinlaufblog.wordpress.com ?

A. Safft: Läufer sind so mitteilsam und müssen den Rest der Welt immer mit ihren Geschichten langweilen. Ich erzähle sie jetzt nicht mehr, sondern schreibe sie auf, damit jeder sich zur Not unauffällig aus der Heldenstory ausklinken kann, ohne dass es ihm peinlich sein muss.

Fitnessblog 24: An welches Publikum ist Ihr Blogangebot gerichtet ?

A. Safft: Speziell an die Lauffamilie rund um Lüneburg. Allgemein an alle Laufbegeisterten auf der ganzen Welt. Und außerdem an alle Nichtläufer, die vielleicht doch einmal auf den Geschmack kommen könnten. Also an alle.

Fitnessblog 24: Andreas, wir bedanken uns für das Interview und wünschen Ihnen alles Gute und weiterhin viel Spaß beim Laufen !

 

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